Bergneustadt
Von den Bewohnern liebevoll „die Feste“, hergeleitet von Festung, genannt zählt Bergneustadt zu den ältesten Städten des Oberbergischen Kreises. 1301 wurde der Ort erstmalig erwähnt.
Bergneustadt liegt mit seinem industriellen Kern im Tal der Agger. Hier haben sich mittelständische Unternehmen entwickelt – beispielsweise die
ISE Automotive GmbH als großer Automobilzulieferbetrieb. Gemeinsam mit Reichshof praktiziert Bergneustadt interkommunale Zusammenarbeit besonders in der Entwicklung gemeinsamer Gewerbegebiete. So finden sich auch im schönen, aber engen Tal der Agger immer wieder neue Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen.
Bergneustadt liegt direkt an der Autobahn A 4 und nicht weit von der A 45 (Anschlussstelle Wegeringhausen). Hauptverkehrsader ist die B 55, die die großen Bergneustädter Ortsteile miteinander verbindet.
In Bergneustadt locken unter anderem im Winter eine beleuchtete Langlaufloipe, in Wiedenest eine der wenigen „Bonten Kerken“ mit ihren Wandmalereien, große Waldgebiete und die nahen Talsperren.
Engelskirchen
Die Gemeinde mit dem größten zusammenhängenden Waldgebiet – das ist Engelskirchen. Im Westen des Oberbergischen Kreises verkehrsgünstig gelegen an der A 4, binden zwei Bahnhöfe Engelskirchen an Köln an.
Mit Einfallsreichtum und Verve werden hier Entwicklungsflächen für heimische und neue Unternehmen gefunden. Entlang der Agger hat sich in Engelskirchen die Industrie entwickelt – hier werden weitere Gewerbebiete ausgewiesen. Besonders die Kunststoffindustrie hat hier eine Heimat gefunden. Gemeinsam mit Lindlar treibt Engelskirchen die interkommunale Kooperation voran.
Engelskirchen zählt zu den karnevalistischen Hochburgen des Oberbergischen. Beliebte Ausflugsziele sind Aggertalhöhle, ein begehbares Naturdenkmal, und das Industriemuseum in Engelskirchen mit dem berühmten Oelchenshammer. Mit Schloss Ehreshoven und der Wasserburg Alsbach hat Engelskirchen gleich zwei Wasserburgen auf dem Gemeindegebiet. Wanderer und Spaziergänger genießen die beeindruckende Weitsicht von den zwei Aussichtstürmen.
Gummersbach
Die Kreisstadt ist eines der wirtschaftlichen Zentren im Oberbergischen – neben dem hohen Verwaltungsanteil blüht hier auch die Industrie. Zudem sind in Gummersbach auch viele Dienstleistungsunternehmen beheimatet. Durch die Revitalisierung des Steinmüllergeländes herrscht Aufbruchsstimmung und es werden neue Impulse gesetzt. In Gummersbach hat das
Gründer- und TechnologieCentrum seinen Sitz, das als anerkanntes Innovationszentrum wichtiger Ansprechpartner gerade für technologie-orientierte Gründer und Jungunternehmen ist. Die Gewerbegebiete sind attraktiv, da fällt es den Unternehmen oftmals leicht, die Produktionsflächen zu erweitern.
Von Vorteil ist die Anbindung an die A 4 mit zwei Anschlussstellen und an die A 45 sowie die zwei Bahnhöfe, die Gummersbach per Regionalbahn mit Köln verbinden.
Mit der Aggertalsperre bietet Gummersbach eine der großen Freizeittalsperren der Region. Überregional bekannt sind das Eisenbahnmuseum in Gummersbach-Dieringhausen und die „Bonte Kerke“ in Lieberhausen.
Hückeswagen
Hier wird mittelstandsfreundlich gehandelt. Die Hückeswagener Verwaltung kann dies sogar belegen. Die Stadt wurde mit dem RAL-Gütezeichen als mittelstandsorientierte Kommunlaverwaltung ausgezeichnet.
Die Stadt verfügt über einen gesunden Mix von Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche und dem produzierenden Gewerbe. Als eine der nördlichen Kommunen des Oberbergischen Kreises ist Hückeswagen eng mit dem Wirtschaftsraum des Bergischen Städtedreiecks verbunden. Gemeinsame wirtschaftliche Schwerpunkte stützen auch eine wirtschaftliche Kooperation über Grenzen hinweg. So profitieren Remscheid und Hückeswagen gemeinsam vom neuen Gewerbegebiet bei Bergisch Born. Zusammen mit Radevormwald entwickelt Hückeswagen einen eng verzahnten Wirtschaftsraum im Norden des Oberbergischen Kreises.
Verkehrstechnisch ist Hückeswagen über die Autobahn A 1 bei Remscheid an das Fernverkehrsnetz angeschlossen.
Hückeswagen ist für viele Besucher aus dem Bergischen Städtedreieck Remscheid, Wuppertal und Solingen eine attraktive Freizeitregion – ein typisch bergisches Städtchen mit Schloss und Heimatmuseum. Die Bevertalsperre und die Wuppertalsperre als die beiden größten Freizeittalsperren der Region, Mühlen, Pferdehöfe und viele Freizeitmöglichkeiten für eine naturnahe Freizeitgestaltung zeichnen Hückeswagen aus.
Lindlar
Lindlar ist für seine bergische Grauwacke berühmt. Die Stadt der Steinhauer hat sich aber auf die moderne Zeit eingestellt: Statt der Pflastersteine produzieren die Steinbrüche heute Platten und andere Produkte, die stark nachgefragt werden. Dank neuer Gewerbegebiete hat das ehemals stark landwirtschaftlich geprägte Lindlar zahlreiche Arbeitsplätze außerhalb der „grünen Branche“ geschaffen. Außerdem produzieren in den Tälern bereits seit Jahrzehnten deutschland- und weltweit agierende Unternehmen der Stahlindustrie.
Alle Unternehmen profitieren von der guten Anbindung Lindlars durch die Bundesautobahn A4 und verschiedene Bundesstraßen, insbesondere in den Kölner Raum und die Gegend um Wipperfürth.
Lindlar bietet außerdem touristisch interessante Anziehungspunkte. So wurde hier das jüngste Museum des Landschaftsverbandes Rheinland eröffnet. Das Bergische Freilichtmuseum zeigt, wie im 19. und 20. Jahrhundert im kargen Oberbergischen Land die Bauern lebten und arbeiteten. Besonders spannend sind die vielen Tiere – oft vom Aussterben bedrohte Haustierrassen -, die handwerklichen Vorführungen und das Programm für Kinder und Jugendliche.
„Lebendig und liebenswert“ – so präsentiert sich die Freizeitregion Lindlar seinen Besuchern.
Marienheide
Arbeiten, wo andere Menschen Urlaub machen – unter diesem an sich schon erholsamen Motto präsentiert sich Marienheide. Mitten im Oberbergischen Kreis liegt dieser grüne Wirtschaftsstandort.
In Marienheide haben sich Weltunternehmen entwickelt. Hier, in der Nähe der Wupperquelle (die hier noch die Quelle der Wipper ist), standen früher Pulvermühlen und nutzten die Wasserkraft. Heute werden von hier aus
Pferd-Werkzeuge weltweit vertrieben. Die Schwenkkräne und Hängebahnsysteme der
ABUS-Kransysteme stammen ebenso aus Marienheide, wo auch die ABUS-Entwicklung angesiedelt ist.
Verkehrstechnisch liegt Marienheide zentral: In Richtung Dortmund und ins Ruhrgebiet sind es nur rund 85 Kilometer über die A 45, bis Köln sind es 60 Kilometer über die A 4 und Düsseldorf ist auch schnell erreicht. In Marienheide endet auch die Regionalbahn nach Köln. Der Flugplatz Marienheide/Meinerzhagen erlaubt Starts und Landungen von Flugzeugen bis 5,7 Tonnen – ein Heliport steht ebenso zur Verfügung.
Marienheide ist noch heute in großen Teilen landwirtschaftlich geprägt. Wer will, kann einsam zu Fuß oder auf Skiern seine Runden drehen. Oder an der Brucher-Talsperre, der kleinsten Freizeittalsperre der Region, einfach nur die oberbergische Höhenluft genießen. Für Visionäre eignet sich der Unnenberg, auf der Grenze von Marienheide und Gummersbach gelegen. Der Aussichtsturm auf diesem Berg ist der höchste begehbare Punkt des Oberbergischen Kreises.
Morsbach
Morsbach ist der südlichste Punkt des Oberbergischen Kreises und gleichzeitig Grenzgemeinde zu Rheinland-Pfalz. Mit einer Bevölkerungsdichte von etwas mehr als 200 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt hier eine der grünsten Ecken des Oberbergischen Kreises.
Die Region wurde schon früh durch die Eisenbahn erschlossen und so die wirtschaftliche Entwicklung gefördert. Heute gilt Morsbach als ein wichtiges Zentrum für Anbieter von Systembauten. Das sind heute weit mehr als nur Baustellen-Container – die Morsbacher Unternehmen konzipieren so ganze Bürokomplexe. In den alten Industriegebäuden siedeln sich neue Unternehmen an – beispielsweise in der Alten Gerberei, heute ein Zentrum für Existenzgründer.
Verkehrstechnisch ist Morsbach über das Siegtal gut an die Eisenbahnstrecke angebunden – über die schnellen Bundesstraßen ist auch die Autobahn A 4 schnell erreicht.
Wichtiges Kapital der Morsbacher ist das Grün der Wälder und Wiesen. Hier können Einheimische und Gäste sich erholen – und bis nach Rom ist es auch nicht weit. Ein Morsbacher Ortsteil trägt den gleichen Namen wie die Ewige Stadt, und auf der Besucherliste steht u.a. Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln.
Nümbrecht
Nümbrecht setzt auf Tourismus und Erholung – und hat einiges zu bieten. Der heilklimatische Kurort wurde bereits vor einigen Jahren als Kurort der „Premium Class“ – davon gibt es insgesamt nur 14 weitere in ganz Deutschland – wie auch mit dem Siegel der Umweltdachmarke Viabono ausgezeichnet. In Nümbrecht findet der Gast alles, was er in einem Kurort erwartet: Kulturangebote, das Kreismuseum auf Schloss Homburg, Wander- und Spazierwege, Aussichtspunkte und -türme, eine umfangreiche Gastronomie – und natürlich Kliniken, Kur- und Reha-Einrichtungen.
Aus Nümbrecht stammen modernste Produkte, der weltweit agierende
Pharma-Firma Sarstedt ist hier zu Hause, und auch traditionelle Erzeugnisse wie z. B. der einmalige Streuobstwiesensaft. Die verschiedenen Industriegebiete nutzen über die Anschlussstelle Wiehl die Anbindung an die A4.
So schafft die Gemeinde ein harmonisches Miteinander von Kurangeboten und einer gesunden wirtschaftlichen Struktur.
Radevormwald
Die nördlichste Stadt des Oberbergischen Kreises ist ein wirtschaftlicher Schwerpunkt mit großen Industrie- und Gewerbegebieten – und einer engen Anbindung an Wuppertal und Remscheid.
Radevormwald liegt an der Wupper und hatte schon früh teil an der industriellen Entwicklung. Entsprechend haben sich hier starke metallverarbeitende Betriebe entwickelt, behauptet und immer wieder neu angesiedelt. Dank der Möglichkeit, neue Gewerbeflächen ausweisen zu können, siedeln sich hier auch Unternehmen aus dem Bergischen Städtedreieck an. Sie alle profitieren von der verkehrstechnisch günstigen Anbindung über die Bundesautobahn A 1 an das Fernstraßennetz.
Aufgrund der touristisch attraktiven Randlage für die Bergischen Städte Wuppertal und Remscheid hat sich ein vielseitiges Freizeit-Angebot entwickelt. Radtouren, Rundwanderwege, Langlauf-Loipen und eine Inliner-Strecke sind gerne und häufig frequentierte Freizeitziele. Ein besonderer Anziehungspunkt ist die Wuppertalsperre, die größte Freizeittalsperre des Oberbergischen Kreises.
Reichshof
Erst 1969 wurden die Kommunen Denklingen und Eckenhagen zur neuen Gemeinde Reichshof zusammengefasst. Heute ist sie die einzige Gemeinde im Oberbergischen mit einer Bevölkerungsdichte von unter 180 Einwohnern pro Quadratkilometer. Wälder, Wiesen und die große Wiehltalsperre prägen Reichshof. So charakterisieren die Farben Grün und Blau die Freizeitgemeinde.
Entlang der Bundesautobahn A 4, die das Gemeindegebiet etwa in der Mitte quert, haben sich im großen Gewerbegebiet Wehnrath viele Firmen, darunter einige von Weltruf, niedergelassen – darunter beispielsweise das Unternehmen Schwalbe, ein weltweit führender Hersteller von Fahrradbereifung. Die traditionellen Unternehmensstandorte liegen in den Tälern. Denn an den Bächen und Flüssen in Reichshof siedelten sich schon früh kleine Industrien an, die sich heute zu kräftigen Mittelständlern entwickelt haben.
Neben Nümbrecht etablierte sich auch Reichshof als Kur-Region. Andere Freizeit-Einrichtungen wie der bekannte Affen- und Vogelpark oder das Skigebiet am Blockhaus locken viele Besucher an. Etabliert hat sich schon der Schwalbe-Fahrradpark, der auf verschiedenen Strecken insgesamt 114 Kilometer ausgeschilderte Fahrradtouren ermöglicht.
Waldbröl
Waldbröl ist das Verkehrs- und Wirtschaftszentrum des südlichen Oberbergischen Kreises. Hier wird seit über 150 Jahren gehandelt. Noch heute ist der Waldbröler Vieh- und Krammarkt der wichtigste in Westdeutschland – alle zwei Wochen ist donnerstags der Markt Magnet für Besucher aus Nah und Fern.
Das landwirtschaftlich geprägte Waldbröl hat sich entwickelt. Gewerbegebiete sind entstanden und so mehrere hundert Arbeitsplätze geschaffen worden. Palettenhersteller haben hier ihren Platz gefunden, Schornsteinhersteller, Automobilzulieferer und Metallverarbeiter.
Die breite Palette interessanter Unternehmen überzeugt mit ihrem Know-how. Sie wirtschaften in einer Region, die mit ihren naturräumlichen Vorteilen glänzen kann. Rund die Hälfte des Stadtgebietes ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und damit attraktive Erholungsfläche. Der Nutscheid ist einer der interessantesten Bergzüge in der Region mit besonderen Heideflächen.
Waldbröl ist per Eisenbahn über das Siegtal an Köln, Gießen und Frankfurt angeschlossen, per Bundesstraße an den Bonner Raum und über die A 4 an das Fernverkehrsnetz.
Wiehl
Keine Stadt im Oberbergischen Kreis hat vom Bau der Bundesautobahn A 4 so stark profitiert wie Wiehl. Entlang der Autobahn wurden besonders im Ortsteil Bomig großzügig Gewerbeflächen ausgewiesen. Dank ihrer attraktiven Lage gleich an der Auffahrt sind sie begehrte Adresse für Unternehmen. Aus diesem Grunde musste das Gebiet schon mehrmals erweitert werden.
Wiehl präsentiert sich als lebendige Stadt mit Entwicklungsperspektiven, denn auch in anderen Ortsteilen sind immer wieder kleinere Flächen zur Entwicklung freigegeben worden. Wiehl profitiert als attraktiver Standort von dem grünen Umland und der entsprechend hohen Lebensqualität. Hier hat der zweitgrößte Arbeitgeber des Oberbergischen, die
Bergische Achsenfabrik, ihren Sitz und betreibt ein eigenes öffentlich zugängliches Museum „Achse, Rad und Wagen“.
Wiehl ist bekannt für sein reichhaltiges Kulturangebot. Die ortsansässige Erzquell-Brauerei lädt regelmäßig zu Openair-Konzerten. Die mehrtägigen Wiehler Jazztage sind inzwischen weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt und ziehen Publikum aus nah und fern an. Einmal im Jahr spielen renommierte Künstler aus aller Welt in Hallen, Kulturstätten und Kneipen – eine einmalige Veranstaltung.
Wipperfürth
Seit Jahrhunderten Welthandelsstadt – damit kann sich die älteste Stadt im Bergischen Land rühmen. Schon im 14. Jahrhundert wurde Wipperfürth in die Hanse aufgenommen. Die direkt an der Bergischen Wipper gelegene Hansestadt betrieb intensiven Handel mit England, dem Ostseeraum und Russland. Welthandel wird von hier aus auch heute noch betrieben. Der Traditionsstandort hat sich weiter entwickelt – junge Firmen wie der Verpackungsmaschinenhersteller SN Maschinenbau GmbH machen globale Geschäfte.
Wipperfürth präsentiert sich als lebendiger und zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort. Freie Gewerbeflächen sichern den Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten. Die starke Binnenstruktur hat dazu beigetragen, dass sich ein lebendiges städtisches Leben auf dem Land entfalten konnte. So entwickelte sich eine Stadt mitten im Grünen und mit einem für Kreative besonders attraktivem Umfeld. In unmittelbarer Umgebung liegen einige Talsperren – z. B. die Bevertalsperre als eine der wichtigsten Freizeit-Talsperren der Region und die Neye-Talsperre als eine Trinkwasser-Talsperre, an der sich die Natur ungestört entwickeln darf.
Übrigens: Wipperfürth lockt auch mit rheinischer, offener und fröhlicher Mentalität sowie einer entsprechenden Kneipenlandschaft. Bezogen auf die Einwohnerzahl finden sich in Wipperfürth mehr Kneipen als in Düsseldorf. Ein wichtiges Detail: Hier trinkt man eher Kölsch als Alt.