16.03.2010 - 684 Millionen Euro für die Arbeitspolitik aus dem Europäischen Sozialfonds

EU-Millionen helfen uns bei Bildungsscheck & Co!

684 Millionen Euro – diese Summe aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) steht dem Land Nordrhein-Westfalen für die Jahre 2007 bis 2013 für seine Arbeitspolitik zur Verfügung. „Der europäische Sozialfonds ist für uns ein außerordentlich wichtiges Instrument bei der Umsetzung unserer Arbeitspolitik. Viele unserer erfolgreichen Programme wie der ‚Bildungsscheck’ wären ohne diese EU-Mittel nicht zu machen“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann anlässlich einer Tagung in Wuppertal zur Halbzeitbilanz der EU-Förderung.

Der Europäische Sozialfonds, so Laumann weiter, helfe dem Land, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, Menschen im Arbeitsmarkt zu halten und Jugendlichen den Zugang zur Ausbildung zu erleichtern. Dabei gelte immer der Leitsatz: „Vorrang für reguläre Beschäftigung“. Bis Ende 2009 konnten in Nordrhein-Westfalen bereits rund 245 Millionen Euro an ESF-Mitteln bewilligt werden.

Die ESF-geförderten Programme gliedern sich in drei Bereiche:

• die Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern und der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen,
• die Verbesserung des Einstiegs Jugendlicher in Ausbildung und Arbeit
• und die Integration besonders benachteiligter Gruppen in den Arbeitsmarkt.

Wichtige Maßnahmen im ersten Bereich sind der Bildungsscheck und die Potentialberatung. Der Bildungsscheck ermöglicht Beschäftigten einen Zuschuss für Weiterbildungsausgaben bis zu 500 Euro. Bis Ende 2009 wurden mehr als 250.000 Weiterbildungen finanziert. Mit der Potentialberatung wird die externe Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen gefördert mit dem Ziel, Beschäftigung zukunftsorientiert zu sichern. Jährlich nutzen rund 1.700 Betriebe dieses Angebot.

Im zweiten Förderbereich spielt beispielsweise das Werkstattjahr eine wichtige Rolle. Dies ist ein Angebot für Jugendliche, die nicht auf Anhieb den Einstieg in eine reguläre Ausbildung schaffen. Allein in diesem Jahr erhalten dadurch 5.100 Jugendliche eine echte Chance auf Qualifizierung und anschließende Beschäftigung.

Für Jugendliche mit Behinderungen, die zu den besonders Benachteiligten zählen und es sehr schwer haben, einen Ausbildungsplatz zu finden, werden seit 2007 jedes Jahr 100 zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt. Ein weiteres Beispiel ist die Teilzeitausbildung für junge Mütter und Väter, die eine Vollzeitausbildung kaum bewältigen können und auf diesem Weg einen Berufsabschluss erwerben können. Aktuell werden fast 200 Personen auf eine Ausbildung in Teilzeit vorbereitet und beim Einstieg begleitet.

Weitere Infos zur Arbeitspolitik unter www.arbeit.nrw.de 


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